Regionaltagung in Mittelfranken: „Integration und Offenheit fördern“
München / Roth, 05. Juli 2012. Rund 50 ehrenamtliche Vertreter der Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT aus ganz Mittelfranken diskutieren heute in Roth darüber, wie Migration und Integration die erste Berufsorientierung und spätere Berufswahl junger Menschen beeinflussen. Das Motto „Vielfalt als Chance – Integration und Offenheit fördern“ wird nicht nur in wissenschaftlichen Vorträgen beleuchtet, sondern auch konkret auf die individuellen Herausforderungen in der Region übersetzt. Die gesellschaftliche Relevanz der Arbeit von SCHULEWIRTSCHAFT in Mittelfranken bestätigen Landrat Herbert Eckstein und Bürgermeister Ralph Edelhäußer in ihren Grußworten.
Zur Eröffnung der Veranstaltung informieren Elisabeth Kirsch, Geschäftsführerin von SCHULEWIRTSCHAFT Bayern und ihre Stellvertreterin Pia Schwarz über aktuelle Entwicklungen und stellen dabei auch zwei innovative Projekte vor:
• sprungbrett-bayern.de hat sich als größte Online-Praktikumsbörse für Schülerinnen und Schüler in ganz Bayern etabliert.
• Die neuen SeniorConsultants tragen seit Oktober 2011 mit ihrer Erfahrung dazu bei, die Qualität in den Arbeitskreisen vor Ort kontinuierlich zu steigern.
Im anschließenden Impulsreferat von Dr. Mike Seckinger vom Deutschen Jugendinstitut e.V. erfahren die ehrenamtlichen Mitglieder mehr über aktuelle Lebenswelten von Jugendlichen.
„Wenn wir das Potenzial kultureller Vielfalt optimal nutzen wollen, müssen wir Integration gezielt fördern. Das gilt vor allem für den Berufseinstieg junger Menschen“, so Jürgen Hollatz, Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Bayern für den Regierungsbezirk Mittelfranken und Ausbildungsleiter Nordbayern der Siemens AG in Erlangen.
Auch für Thomas Sachsenröder, Vorsitzender von Schulseite der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRSCHAFT Bayern und Direktor am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB), ist es eine Ehrensache, heute dabei zu sein. In einer offenen Gesprächsrunde tauschen sich die Teilnehmer mit ihm über aktuelle Herausforderungen in Mittelfranken aus, wenn es um den erfolreichen Übergang junger Menschen von der Schule in das Berufsleben geht.
Wie das in der Praxis aussieht, stellen Vertreter der lokalen Arbeitskreise am Nachmittag vor. Uwe Eber, Jugendsozialarbeiter an der Friedrich-Wilhelm-Herschel-Mittelschule berichtet über den „BerufsOrientierungsFahrplan (BOF)“ den die Schule entwickelt hat. Hiermit wurde ein Leitfaden entwickelt, der den Umgang mit den vielfältigen Herausforderungen in einem „sozialen Brennpunkt“ erleichtert. Ein gelungenes Beispiel zielführender Berufsorientierung präsentiert auch der Workshop „Die Übergangsklasse – live“.
Das Ausbildungskonzept der Leoni Kabel GmbH wird anschließend vorgestellt. Eine Führung durch das Unternehmen rundet das Veranstaltungsprogramm ab.
Manfred Müller, Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Bayern für den Regierungsbezirk Mittelfranken und Oberstudiendirektor an der Staatlichen Berufsschule Erlangen weiß, wie wichtig die Regionaltagung für die ehrenamtlichen Akteure ist: „Alle Beteiligten erhalten heute nicht nur neue Impulse für ihre Arbeit vor Ort, sondern haben an diesem Tag auch ausgiebig Zeit, um neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen.“
In Roth findet heute die zweite Regionaltagung von SCHULEWIRTSCHAFT Bayern statt. Bis November werden sich Vertreter aus den Arbeitskreisen der anderen fünf Regierungsbezirke die Veranstaltung zum Austausch darüber nutzen, was Vielfalt für die Berufsorientierung bedeutet. Die Termine zu den jeweiligen Veranstaltungen können Sie hier abrufen:
www.schulewirtschaft-bayern.de
Über SCHULEWIRTSCHAFT Bayern:
Die lokalen Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT sind ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Vertretern aus Schulen und Unternehmen. Sie fördern den Dialog zwischen Schule und Unternehmen in der bayerischen Region und erarbeiten Lösungen zu aktuellen Herausforderungen. Ziel der SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeit sind gelingende Übergänge von der Schule ins Berufsleben. Die Geschäftsstelle SCHULEWIRTSCHAFT Bayern im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. unterstützt und koordiniert als Dachorganisation dieses Netzwerk. Die Impulse aus dem Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Bayern werden gebündelt und fließen direkt in die praxisnahen Bildungsprojekte des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. ein. Schwerpunkte des Engagements liegen in der Förderung der ökonomischen Bildung, des naturwissenschaftlichen und technischen Interesses sowie der Lehrerfortbildung in der SCHULEWIRTSCHAFT Akademie.
Im 2-jährigen Rhythmus veranstaltet SCHULEWIRTSCHAFT Bayern in jedem Regierungsbezirk Bayerns eine jeweils eintägige Regionaltagung. Teilnehmer der Regionaltagungen sind die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT aus dem jeweiligen Regierungsbezirk sowie interessierte und engagierte Lehrkräfte und Wirtschaftsvertreter. In den sieben Regionaltagungen werden rund 400 Teilnehmer erwartet.
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