Regionaltagung in Niederbayern

SCHULEWIRTSCHAFT Bayern gibt Vielfalt eine Chance

München / Straubing, 19. Juli 2012. „Vielfalt als Chance – Integration und Offenheit fördern“ ist das Thema, über das heute rund 50 ehrenamtliche Vertreter der Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT aus ganz Niederbayern diskutieren. Auf der diesjährigen Regionaltagung in Straubing geht es vor allem darum, Jugendlichen – unabhängig von ihrem persönlichen Hintergrund – Perspektiven in der Region zu bieten. Dieses Engagement wissen auch Maria Stelzl, Bürgermeisterin der Stadt Straubing, und Gastgeber Dr. Martin Kreuzer, Vorstandsmitglied der Sparkasse Niederbayern-Mitte, zu schätzen, für die es eine Ehrensache ist, heute dabei zu sein.

Am Ende seiner Schulzeit steht jeder junge Mensch, ob Hauptschüler oder Gymnasiast, ob mit Migrationshintergrund oder ohne, vor der gleichen Entscheidung: Wie soll es weitergehen? In dieser wichtigen Lebensphase Orientierung zu geben, ist das Ziel der rund 100 Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT Bayern. Alle zwei Jahre treffen sich die niederbayerischen Akteure aus Schulen und aus Unternehmen, um nicht nur neue Impulse für ihre Arbeit vor Ort zu erhalten, sondern auch, um ihr bestehendes Netzwerk auszubauen und zu pflegen. Diesem Anspruch wird die heutige Veranstaltung einmal mehr gerecht. Wissenschaftlich geprägte Vorträge, offene Diskussionsrunden und praxisorientierte Workshops halten für jeden Teilnehmer spannende Informationen bereit:

Über Neuigkeiten aus der Geschäftsstelle in München und aus dem bayernweiten Netzwerk berichten Elisabeth Kirsch, Geschäftsführerin von SCHULEWIRTSCHAFT Bayern, und ihre Stellvertreterin Pia Schwarz. Sie stellen auch zwei bislang einzigartige Projekte vor:

•    sprungbrett-bayern.de hat sich als größte Online-Praktikumsbörse für Schülerinnen und Schüler in ganz Bayern etabliert.
•    Die neuen SeniorConsultants tragen seit Oktober 2011 mit ihrer Erfahrung dazu bei, die Qualität in den Arbeitskreisen vor Ort kontinuierlich zu steigern.

Dr. Edwin Semke, Projektkoordinator beim Bayerischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst informiert in seinem Impulsreferat zum Thema „Interkulturelle Berufsorientierung“ über aktuelle Chancen und Risiken, die mit dem Übergang von der Schule in die Berufsausbildung oder ins Studium verbunden sind. Dabei spielen die persönlichen Voraussetzungen der Jugendlichen eine ebenso wichtige Rolle, wie die Angebote, die ihnen rund um die Berufsorientierung zur Verfügung stehen.

„Der Übergang von der Schule ins Arbeitsleben kann nur dann optimal gelingen, wenn alle Beteiligten aktiv in die Berufswahl eingebunden werden: Schüler, Lehrer, Eltern und Arbeitgeber. SCHULEWIRTSCHAFT Bayern bietet hierfür eine einzigartige Plattform“, so Thomas Dachs, Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft  SCHULEWIRTSCHAFT Bayern für den Regierungsbezirk Niederbayern und Zweiter Konrektor der Staatlichen Realschule Riedenburg.

Dass Vielfalt in Niederbayern eine Erfolgsgeschichte sein kann, erläutert Wirtschaftsfachwirtin Meltem Ulusoy, eine türkischstämmige Straubingerin, die sich aktiv im Ausländer- und Migrationsbeirat sowie in der türkisch islamischen Gemeinde der Stadt Straubing engagiert. Drei Schüler mit Migrationshintergrund berichten anschließend über ihre Erfahrungen mit gelebter Integration.

Wie sieht Berufsorientierung nun in der Praxis aus? Gleich drei Workshops bieten den Teilnehmern, im Sinne von Best-Practice, neue Anregungen. Das vom „Land der Ideen“ ausgezeichnete „Straubinger Modell“ gibt Jugendlichen eine zweite Chance: In einer Orientierungsklasse werden schwächere Hauptschüler und berufsschulpflichtige Jugendliche ohne Ausbildungsplatz gezielt auf ihren Schulabschluss und den Übergang in die Lehre vorbereitet. Mit der „Straubinger Inklusionsklasse“ nimmt sich SCHULEWIRTSCHAFT Bayern einem weiteren aktuellen Thema an. Seit Beginn dieses Schuljahrs werden in Kooperation zwischen der Grundschule St. Jakob und der Bildungsstätte St. Wolfgang behinderte und nicht behinderte Schüler gemeinsam in einer „Partnerklasse“ unterrichtet. „Karriere mit Lehre“ ist der Titel eines Pilotprojektes der Mittelschule Wallerfing. Schülerinnen und Schüler organisieren gemeinsam mit Ehemaligen eine Veranstaltung mit Podiumsdiskussion, welche die Möglichkeiten nach dem „Quali“ aufzeigen soll.

„Betriebe schätzen Bewerbungen von jungen Menschen, die genau wissen, was sie können und was sie wollen. Orientierung ist deshalb wichtig, gerade für Zuwandererfamilien, die mit dem Ausbildungssystem häufig nicht vertraut sind. Genau hier setzen die Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT aus Niederbayern mit ihren praxisnahen Projekten an“, so Franz Prebeck, Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Bayern für den Regierungsbezirk Niederbayern und Geschäftsführer von Prebeck GmbH Stahl- und Anlagenbau in Bogen.

In Straubing findet heute die dritte Regionaltagung von SCHULEWIRTSCHAFT Bayern in diesem Jahr statt. Bis November werden sich auch Vertreter aus den Arbeitskreisen der anderen vier Regierungsbezirke einen ganzen Tag lang darüber austauschen, was Vielfalt für die Berufsorientierung bedeutet. Die Termine zu den jeweiligen Veranstaltungen erfahren Sie unter: www.schulewirtschaft-bayern.de

 

Über SCHULEWIRTSCHAFT Bayern:

Die lokalen Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT sind ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Vertretern aus Schulen und Unternehmen. Sie fördern den Dialog zwischen Schule und Unternehmen in der bayerischen Region und erarbeiten Lösungen zu aktuellen Herausforderungen. Ziel der SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeit sind gelingende Übergänge von der Schule ins Berufsleben. Die Geschäftsstelle SCHULEWIRTSCHAFT Bayern im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. unterstützt und koordiniert als Dachorganisation dieses Netzwerk. Die Impulse aus dem Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Bayern werden gebündelt und fließen direkt in die praxisnahen Bildungsprojekte des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. ein. Schwerpunkte des Engagements liegen in der Förderung der ökonomischen Bildung, des naturwissenschaftlichen und technischen Interesses sowie der Lehrerfortbildung in der SCHULEWIRTSCHAFT Akademie.

Im 2-jährigen Rhythmus veranstaltet SCHULEWIRTSCHAFT Bayern in jedem Regierungsbezirk Bayerns eine jeweils eintägige Regionaltagung. Teilnehmer der  Regionaltagungen sind die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT aus dem jeweiligen Regierungsbezirk sowie interessierte und engagierte Lehrkräfte und Wirtschaftsvertreter. In den sieben Regionaltagungen werden rund 400 Teilnehmer erwartet.

Pressekontakt und Redaktion:

SCHULEWIRTSCHAFT Bayern im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V.
Pia Schwarz
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